Happy New Year!

Wir bringen Kulinarik in Ihr Zuhause – und verbinden Genuss mit Baukunst

Damit diese Freude des gemeinsamen Kochens und Essens auch bei Ihnen zu Hause Einzug findet, haben wir Ihnen in Zusammenarbeit mit dem leidenschaftlichen Hobbykoch Marcel Heisler aus Stuttgart ein an unsere Projekte angelehntes Neujahrsmenü zum nachkochen entworfen.

Gesunder Feldsalat mit einem Campus an Kürbis, Birne, Ziegenkäse und Walnüssen

4 Portionen Feldsalat
1 reife Birne
150 g Hokkaido Kürbis
300 g Ziegenkäse
10 Walnüsse
½ Zitrone
1 TL grober Senf
1 TL Honig
3 EL Weißweinessig
7 EL Traubenkernöl
2 EL Kürbiskernöl
1 EL Butter
2 EL Zucker
Prise Zucker
Salz
Pfeffer

Step1:
Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Öl etwas rösten, dann beiseitestellen. Ziegenkäse auf einem Backblech portionieren, mit Honig bestreichen und bei 220°C Ober-/Unterhitze für ca. 4 – 6 Minuten in den Backofen geben bis der Käse zu zerlaufen beginnt.

Step 2:
Kürbis mit Schale in Stücke oder Spalten schneiden und in einer Pfanne mit 1 EL Butter anbraten bis eine braune Farbe entsteht. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann beiseitestellen.

Step 3:
Birne schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und schräg in Rauten schneiden. 2 El Zucker in einer Pfanne mit dem Saft einer halben Zitrone erhitzen, Birne kurz darin schwenken, so dass diese leicht karamellisiert.

Step 4:
Feldsalat waschen und putzen. Senf, Weißweinessig, Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker in einer Schüssel mit einem Schneebesen verquirlen. Beide Ölsorten langsam unter Schlagen zufügen.

Step 5:
Salat auf einem Teller anrichten und mit dem Dressing marinieren. Käse vom Blech nehmen und zusammen mit Birne, Kürbis und Nüssen darauf verteilen und servieren.

Dieses Gericht entstand in Anlehnung an unseren Gesundheitscampus Berg.

Rinderfilet mit Stein(en)pilz-Polenta und Basilikum-Öl

4 Rinderfilets á ca. 180 g
150 g Polenta
80 g Parmesan
15 g getrocknete Steinpilze
1 Handvoll Basilikumblätter
2 Knoblauchzehen
1 Schalotte
2 Zweige Rosmarin
300 ml Rinderfond
300 ml Milch
20 ml Olivenöl
80 ml Sonnenblumenöl
2 EL Sonnenblumenöl
4 EL Butter
Salz
Pfeffer

Step 1:
Zuerst den Backofen auf 90°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch von beiden Seiten mit Salz würzen. 2 EL Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne mit 1 Knoblauchzehe und dem Rosmarin heiß werden lassen. Die Steaks hineingeben und von beiden Seiten ca. 30 Sekunden sehr scharf anbraten, dann auf ein Backgitter geben und im Ofen für ca. 25 Minuten rosa garen. Zum Schluss nochmals salzen und pfeffern.

Step 2:
Den Parmesan für die Polenta fein reiben. Die getrockneten Steinpilze grob hacken und entsprechend der Verpackungsangaben in Wasser einweichen.

Step 3:
Für das Basilikum-Öl die Basilikumblätter mit 80 ml Sonnenblumenöl, 20 ml Olivenöl und etwas Salz kurz fein pürieren.

Step 4:
Die Schalotte und 1 Knoblauchzehe sehr fein würfeln und mit den Steinpilzen in 2 EL Butter leicht anschwitzen. Dann die Milch und den Rinderfond dazugeben und aufkochen lassen. Nun die Polenta einrieseln lassen und unter Rühren entsprechend der Zeitangabe auf der Verpackung aufquellen lassen.

Step 5:
Die Polenta mit 2 EL Butter, dem geriebenen Parmesan sowie mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann auf einen Teller geben und die Rinderfilets darauf anrichten. Mit Basilikum-Öl beträufeln und sofort servieren.

Inspiriert wurde dieses Rezept von der Alten Weberei, Steinen.

Schlierseer Kaiserschmarrn mit grobem Apfel-Birnen-Kompott

2 Äpfel
2 Birnen
2 EL Zitronensaft
4 Stück Eier
1 Zimtstange
240 g Mehl
2 TL Backpulver
500 ml Buttermilch
100 g flüssige Butter
2 Schuss Sonnenblumenöl
120 g Zucker
1 EL Zucker

Step 1:
Äpfel und Birnen waschen, 1/2 Birne ungeschält lassen und den Rest schälen, Kerngehäuse herausschneiden und Fruchtfleisch würfeln. 1/2 ungeschälte Birne in Spalten schneiden. 250 ml Wasser, 1 EL Zucker, 2 EL Zitronensaft, Zimtstange und gewürfeltes Obst in einen Topf geben, aufkochen und zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Step 2:
Dann die Birnenspalten zufügen und weitere 3-4 Minuten köcheln lassen. Das Kompott in eine Schüssel füllen.

Step 3:
Für den Buttermilch-Kaiserschmarren 240g Mehl, 120 g Zucker, 2 TL Backpulver, 500 ml Buttermilch und 100 g flüssige Butter miteinander verrühren und ca. 20 Minuten ruhen lassen.

Step 4:
Nach dem Ruhen die 4 Eier mit dem Schneebesen gut einmengen, so dass ein flaumiger Teig entsteht.

Step 5:
2 Schuss Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen, sehr heiß werden lassen. Die Masse in die Pfanne geben, braun werden lassen, wenden und ebenfalls braun braten. Danach mit 2 Gabeln oder Kochlöffeln in mundgerechte Stücke reißen. Alles ansprechend anrichten und servieren.

Anlässlich des Projekts Stolzenberg, Schliersee fand dieser Nachtisch Platz in unserem Menü.

Stolzer Besitzer eines Weinbergs – wie die Jungfrau zum Kinde

Dass mit der Revitalisierung des „Hochbunkers“ ein zusätzlicher Weinbergkauf verbunden ist, war Herrn Roetzer und Herrn Klement, den Geschäftsführern von PlanQuadrat, zu Beginn der Projektentwicklung nicht klar. Das Ergebnis begeistert umso mehr. Doch wie kam es denn zu dem Weinberg?

Die Geschichte zum Kauf des Weinbergs am Cannstatter Zuckerle erzählt von Hans Klement:

Vor 6 Jahren hatte ich mit meinem Sohn eine Radtour rund um Stuttgart gemacht. Wir kamen an dem Bunker vorbei, vor dem ich schon als kleiner Bub gespielt habe. Auf dieser Tür war ein Schild: „BUNKER ZU VERKAUFEN“.

In dem Moment gingen bei mir alle Lichter an – der musste her! Und unterschiedlichste Gedanken schossen mir durch den Kopf – „Da wäre eine tolle Bergstation einer Seilbahn, die die Wilhelma mit einem Weinlehrpfad verbinden konnte. Oder eine Galerie á la Borrosin Berlin mit einem Café oben drauf.“

Doch nach anfänglicher Übereuphorie und in der Rolle als Bauträger hat sich dann natürlich der Wohnbau aufgedrängt. Das Haus stand ja schon und zwar BOMBENSICHER.

Der erste Schritt war der Gang zum Planungsamt. Eine erste Hürde war die Lage des Bunker-Grundstücks im Landschaftsschutzgebiet. Doch das Planungsamt signalisierte: wir machen mit!

Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan, der eine Wohnnutzung zulässt, wurde auf den Weg gebracht. Von uns wurden Pläne gefertigt. Wenn schon ein Bunker, dann soll er auch entsprechend besonders aussehen, eine coole Kiste obendrauf. Der alte Baubürgermeister sah das anders – das Zeltdach muss bleiben.

Zwischen Gestaltungsbeirat und Baugesuchfertigung vertieft kam mittlerweile jedoch ein anderes Problem auf: Die Abdrift beim Spritzen der Weinberge.
Gerichtsurteile besagen, dass landwirtschaftlich genutzte Flächen zu einer Wohnbebauung einen Abstand von 20 m haben müssen. Schlecht, denn wir haben nur 5 m.

Die 3 Eigentümergemeinschaften bzw. Erbengemeinschaften der umliegenden Weinberge werden an den Tisch geholt. Wir sind kaufbereit, das Ziel scheint klar – Die Weingärtner treten die fehlenden 15 m an uns ab.

Das Resultat der Sitzung in unserem Büro:
Toller Abend, 1 leere Kiste Wein, Ergebnis = 0.

Intensive Einzelgespräche folgen. Nach zähem Verhandeln sind wir jetzt unerwartete aber stolze Weinbergbesitzer. Auch gut.

Hans Klement, Geschäftsführer und Inhaber von PlanQuadrat

Der BUNKER-Wein s´Öigagwächs von PlanQuadrat

Da natürlich keine Ressource ungenutzt bleiben soll, folgt nach dem Bunkererwerb und dem Weinbergkauf der BUNKER-Wein!
An der Herzseite des Bunkers auf Muschel- Kalkboden in sonnigen Hanglagen gereift, wurden die Trauben hierfür erstmals am 29. September 2019 mit beruflich Verbündeten und trauten Freunden bei bestem Wetter geerntet.

Mehr Informationen über unseren BUNKER-Wein finden Sie hier.

Die Geschichte des Bunkers

Am 10. Oktober 1940 startete per „Führererlass“ das „Führer-Sofortprogramm“ mit entsprechendem Maßnahmenplan zur reichsweiten Errichtung tausender Luftschutzbunker für das Volk.

Das gewaltige Bauprogramm umfasste einwohnerstarke Städte sowie andere luftschutzgefährdete Regionen und rüstungswichtige Industrie- und Verkehrsknotenpunkte.

Die Häuser der Siedlung im Steinhaldenfeld haben keine Kellerräume und wurden von privilegierten des NS-Regimes bewohnt. Dies waren die Gründe für den dortigen Bunkerbau.

1942

Nutzung als Personenschutzbunker.
Während des Zweiten Weltkrieges bot der Bunker mehreren hundert Personen Schutz.

1945

Entmilitarisierung Deutschlands durch den Alliierten Kontrollrat der 4 Siegermächte nach Kriegsende.
Entfestigung des Kriegsbauwerks durch Öffnung der Bunkermauer und Einfügen von Fenstern – da die Bunker zu den übrigen Schutzbauten zählten, mussten sie zusammen mit sämtlichen militärischen Anlagen vernichtet oder gesprengt werden.

1960er

Herberge für Heimatsuchende und Notunterkunft für Flüchtlinge während der Belegungszeit in der unmittelbaren Nachkriegszeit.

1972

Bereits Entwidmung des Bunkers, denn ein erneuter Einsatz für den Kalten Krieg war in diesem Fall nicht angedacht.

Grundsätzlich wurde spätestens 2007 die Zivilschutzbindung der Bauwerke aufgehoben, so dass die bundeseigenen Hochbunker vom zuständigen Amt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwidmet und an die BImA nach und nach zum Verkauf freigegeben wurden.

1975

Standort für den Süddeutschen Rundfunk für eine Sendeanlage auf dem Dach – diese wurde jedoch 2008 wieder abmontiert.

1978

Übergang des Bunkers in Privatbesitz und Nutzung als Lagerraum.

1998

Ein Künstler nutzte die Räume als Atelier, im Anschluss fand er Verwendung als Aktenlager.

2011

Ankauf durch PlanQuadrat Stuttgart für ein Revitalisierungsprojekt.

2021

soll der massive Luftschutzbunker von PlanQuadrat in ein Mehrfamilienhaus in bester Lage
und mit hochwertiger Ausstattung umgebaut werden.

Fünf Wohnungen mit Balkonen, großen Fenstern und hellen Räumen sollen entstehen.

zur Projektvorstellung des Bunkers

Der bauliche Zustand des morbiden Zeitzeugen

In der zweiten Bauwelle des Führer-Sofortprogramme erbaut, ist das Bauwerk an den „Bestimmungen für den Bau von Luftschutzbunkern“ vom Juli 1941
orientiert. Dementsprechend betragen die Mauerstärken des Hochbunkers 1,10 m während die Außenwände des Untergeschosses sogar 1,80 m stark
gefertigt wurden. Die oberste Decke hat eine Mächtigkeit von 1,50 m. Darüber befindet sich das Zeltdach, welches einen rein optischen Zweck verfolgt –
Städtebaulich wurde der Schutzbunker durch die Dachkonstruktion optimal integriert, um sich im Stadtgefüge so zu tarnen, dass er aus der Luft nicht erkannt
wurde.

Das Gebäude hat 4 Vollgeschosse mit einer Fläche von jeweils ca. 120 m² und einer lichten Geschosshöhe von etwa 2,75 m. Für die Gestaltung der Stuttgarter Bunker wurde der Architekt Paul Bonatz eingesetzt, der bereits den Stuttgarter Hauptbahnhof entwarf.

Für die Fassade hatte er – entgegen der einheitlichen Gestaltung der übrigen Bunker mit rotem Sandstein – für den Bunker am Zuckerberg Gauinger Travertin
vorgesehen. Jedoch kam es während des Zweiten Weltkriegs lediglich zur Realisierung eines Portals am Eingangsbereich, so dass die betonsichtige
Oberfläche mit Moniereisen gespickt ist, welche die in der Friedensphase zu vollendende Steinfassade stabilisieren sollten.

Das Bunkerinnere erinnert heute an die Nachnutzung des Krieges. Als Flüchtlingsunterkunft dekorierten diese ihre bescheidene, kühle Bleibe mit dem, was sie
hatten: Zeitungsausschnitte, alte Bravo-Poster, ein „Casablanca“-Filmplakat.

Weitere Informationen über unseren Bunker und seine Verwandlung zum Wohngebäude für Individualisten erhalten Sie hier.